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Same Procedure as every year

Es geht wieder los. Das Jahr hat begonnen und die immense „Weihnachtshektik“ hat sich wieder gelegt.

Wie in jedem Jahr haben wir rund 10 Monate „Ruhe“ bis es dann zu Weihnachten „explodiert“. 
Hunderte Briefe, viele Spenden, viele Wechsel, oftmals ein Ende der Patenschaft weil die Schule beendet wurde… Alles in allem immer ein Haufen an Arbeit… und dann kommt auch gleich schon das Erstellen der Zuwendungsbestätigungen, denn der Erste ruft meist schon in der 1. Januarwoche an und fragt, wann er endlich seine „Spendenquittung“ erhalten würde… (Obwohl man ja schon seit 2017 eigentlich gar keine mehr benötigt…)

Aber auch diesmal haben wir alles geschafft und die „ZWB“ sogar schon ab dem 19.01. an Sie verschickt.

In Brasilien war auch im Januar noch wirklich viel los, denn die letzten Sonderspenden, die erst Ende Dezember eingegangen waren, wurden noch überbracht. Aber auch das ist inzwischen erfolgreich erledigt worden und die Dankesbriefe an die (nicht Online-)Paten sollten inzwischen alle schon verschickt worden sein. Online-Paten sehen dies ja immer sofort über den freigegebenen Ordner des Patenkindes.

Jetzt wurde in Brasilien noch ein wenig renoviert, geputzt und aufgeräumt, bevor die Kinder aus den großen Sommerfereien zurück kommen. Oben im Bild die Mauer unseres Heimes 127, die nach gut 5 Jahren einen neuen Anstrich brauchte, weil die Sonne wieder einmal ganze Arbeit geleistet hatte und die grüne Farbe schon nicht mehr schön aussah. Schwarzer Schimmel tat sein übriges.
Mitten in das „große Blaue“ kommt bald noch ein aufgemaltes Straßenschild „<- Recife 415km“. 

Auch die Wände wurden abgewaschen.

Verabschieden mussten wir uns leider von den internen Kindern im Heim 126 in Triunfo. Für nur 11 Kinder ist es finanziell nicht mehr tragbar eine Köchin und eine weitere Kinderbetreuerin zu beschäftigen.

Es ist sehr kompliziert geworden interne Kinder zu finden, die die Woche über im Heim leben und entsprechend das „volle Programm“ an Unterstützung von uns erhalten, inklusie Unterkunft in sauberen Betten, 4 Mal täglich zubereitetes Essen, Duschen, Toiletten usw. Dazu die Hausaufgabenbetreuung.
Viele Familien bevorzugen stattdessen den Einkaufscoupon und lassen daher ihre Kinder lieber zu Hause. So haben wir nun 3 Jahre lang versucht mindestens 20 Kinder im Heim zu haben, aber da uns dies wiederholt nicht gelungen ist, folgte nun ein trauriger Abschluß.
Das Heim 126 wird weiterhin diese, wie auch dutzende andere Kinder „extern“, also im Rahmen der eigenen Familie, betreuen.  
Die seit Jahrzehnten bei uns beschäftigte Köchin ist ebenfalls tieftraurig, denn Rente kann sie noch nicht beantragen. Die Kinderbetreuerin setzt ihr Studium der Radiologie fort. Die Heimleiterin, Sra. Cláudia, sitzt nun ganz allein im stillen Heim und vermisst den Trubel und die fröhlichen Kinder, deren „Ersatzmutter“ sie jahrelang war.

Interne Kinder im Heim 126 bei der letzten Weihnachtsfeier

Im Heim 127 haben wir uns von unseren Hühnern verabschiedet. Damals wollten wir den internen Kinder zusätzlich etwas zur Beschäftigung anbieten, was sie bereits von zu Hause aus dem Sítio kennen und hatten Beete mit Gemüse angelegt und in Spitzenzeiten um die 20 Hühner. Aber bei den Kindern gab es kein Interesse und es war keinerlei Hilfe zu erwarten. Nachdem nun urplötzlich rund die Hälfte der Hühner verstarb haben wir die anderen verschenkt. Hier holt der Vater eines Patenkindes eines der letzten Hühner ab.

Huhn
Interne Kinder

Das Heim 127 startet mit gerade einmal 17 internen Kindern ins neue Jahr. Platz hätten wir für um die 60 Kinder. Aber auch hier ist es extrem mühsam Mütter davon zu überzeugen, dass es für ihre Kinder das Beste wäre, wenn sie bei uns im Heim Unterstützung erhalten.
Auf dem Bild präsentieren die Mädchen ihre neue Schulausrüstung, die sie von uns erhalten haben.

Eines dieser Kinder, den Fall kenne ich sehr gut, hat eine gewaltige Lernschwäche und hätte noch gar nicht eingeschult werden dürfen. Aber solche Regelungen gibt es in Brasilien nicht. Sie muss in die Schule, auch wenn Sie eigentlich gar nichts begreift. Ein späteres Einschulen ist dort nicht vorgesehen. Seit über einem Jahr reden wir schon auf die Mutter ein, damit das kleine Mädchen zu uns kommen kann, damit wir ihr helfen. Nun ist sie mit auf dem Foto, was mir viel Hoffnung gibt. Hoffentlich bleibt sie auch im Heim…

Aus organisatorischen Gründen müssen wir aber leider in Zukunft auf die Wochenendbetreuung verzichten und die Kinder am Freitag nach der Schule wieder nach Hause schicken. Die junge Mitarbeiterin, die bislang die Nächte am Wochenende im Heim verbracht hat, möchte nun ihre eigene Familie gründen und kann entsprechend ihren Freund nicht ständig alleine lassen.  

Ab Mitte Januar haben auch schon wieder die „großen“ Hausbesuche begonnen. Hier unsere Assistentin aus dem Heim 125, Sra. Regivanilia, auf einem „Mototaxi“ irgendwo am Ende der Welt, zu Besuchen in einigen Sítios unterwegs. Die Situationen werden neu bewertet, neue Fotos gemacht, viel besprochen.

Anderenorts werden wieder Schulungen zum Thema Verhütung durchgeführt. Hier im Heim 102. Lustigerweise hatte ich selbst genau diesem Mädchen dasselbe bei meinem letzten Besuch im Dezember schon erklärt. Aber: Doppelt hält besser!

Einrichten
Schlafsaal 125

Und so beginnt ein Neues, das inzwischen 43. Jahr in der Geschichte von Rette ein Kinderleben e.V. – Wir freuen uns darauf. – Danke für Ihre Spenden!

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Zur aktuell laufenden Spendenaktion auf der Webseite IsNichWahr.de hier Fotos aus dem Leben einiger Patenkinder sowie von Kindern, die bislang noch keine Hilfe erhalten:

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