Hilfe gibt es leider niemals zum Nulltarif. Schon der Geldtransfer von Deutschland nach Brasilien kostet mehrere hundert Euro Bankgebühren, die Büromiete, Internet usw. Um die Hilfe zu verteilen, dies zu kontrollieren, ja auch um für unsere Paten und Spender als Ansprechpartner da zu sein und diese und andere Dinge zu erklären, werden Mitarbeiter gebraucht.

Ein Verwaltungskostenanteil wird also benötigt, damit unser Verein und seine Mitarbeiter effektiv arbeiten können.

Unser Verwaltungskostenanteil lag in den vergangenen 4 Jahren jeweils bei 15-16%. Das ist, im Vergleich zu anderen Hilfsorganisatonen, ein beachtlich geringer Wert, denn wir beschäftigen vergleichsweise sehr wenige Mitarbeiter und nutzen effektiv die Möglichkeiten des Internet zur Kommunikation. Das bedeutet, dass rund 85% des gespendeten Betrages (Sonderspenden) beim Patenkind bzw. dessen Familie ankommen.

Was kommt nun beim Empfänger in Brasilien an:

Durch den stark schwankenden Wechselkurs des brasilianischen Real (R$) zum Euro (€) gibt es Unterschiede im tatsächlich ausgezahlten Wert vor Ort in Brasilien. Darauf hat Rette ein Kinderleben e.V. keinen Einfluss! 

Der Real war, insbesondere während "Lula" Präsident in Brasilien war, einige Jahre sehr "stark" (ca. R$ 2,20 für 1 €) und besonders schwach während der Amtszeit seiner Nachfolgerin "Dilma" (R$ 4,50 für 1 €).

In Zahlen ausgedrückt: Bei einem Umtauschkurs von 2,20 gab es z.B. 2010 für eine 100 € Sonderspende vor Ort eine Auszahlung von (100 € - 15% = 85 €) 85 x 2,20 = 187 R$, während es für die gleiche Spende im Sommer 2015 85 x 4,50 = 382,50 R$ gab.

Rette ein Kinderleben e.V. überweist 8-14 Mal pro Jahr Spendengelder gesammelt auf das Konto unserer Filiale und brasilianischen Administration von Rette ein Kinderleben e.V. in Jaboatão dos Guararapes-PE nahe Recife.

Während dies rund 30 Jahre lang relativ kurzfristig, innerhalb von 24 Stunden funktionierte, gibt es nun mit der GECEX in Belo Horizonte eine dazwischen geschaltete Kontrollstelle, um Geldwäsche zu verhindern. Sämtliche aus dem Auslang nach Brasilien geschickten Beträge müssen aufwändig dokumentiert werden. Die Prüfung dieser Unterlagen dauert meist wochenlang. So kann es z.B. passieren, dass wir, wie ein reales Beispiel zeigt, im Dezember 2017 zum damaligen Kurs von 3,80 einen Betrag von 180.000 € von Deutschland aus transferiert hatten und dieser erst im Februar 2018 zum Kurs von 3,25 auf unserem brasilianischen Konto ankam.
So hatten sich zwischenzeitlich, durch die lange Bearbeitungszeit, rund 100.000 R$ schlichtweg in Luft aufgelöst... Aber es gab zum Glück auch manchmal den umgekehrten Effekt und wir erhielten mehr als erwartet.

Hier ein externer Link zu einer Webseite, auf der man den Verlauf des Wechselkurses des brasilianischen Real verfolgen kann: http://www.finanzen.net/devisen/euro-real-kurs 
Hinweis: Dies ist ein sog. "Mittelkurs" , den wir aber von der Banco do Brasil so nicht erhalten. Unser Wechselkurs ist grundsätzlich "schlechter" und es fallen einige hundert Euro Wechselgebühren an.